Dienstwaffe.de
 

News zum Thema Dienstwaffen

Schweiz:

13.08.2008: Verlust von Dienstwaffen: Der Chef der Armee fordert kompromisslose Anwendung bestehender Vorschriften


Roland Nef, Chef der Schweizer Armee (CdA), hat Massnahmen angeordnet, welche die Anzahl verloren gegangener oder gestohlener Dienstwaffen verringern sollen. Waffeninspektionen und Ausrüstungskontrollen während der Dienstleistungen sollten vermehrt durchgeführt werden, um die Zahlen verloren gegagener Dienstwaffen zu verringern.

4581 Dienstwaffen verschwunden

Gemäss einer offiziellen Stellungsnahme des VBS gingen seit 1969 4581 Dienstwaffen verloren. 3897 davon ausserhalb des Dienstes und 2 Jungschützengewehre. Sie wurden gestohlen oder sind verloren worden. Die Aufbewahrung der persönlichen Waffe ist im Militärgesetz , sowie im Dienstreglement und im Reglement Organisation der Ausbildungsdienste geregelt. Denn auch außerhalb des Dienstes haben die Angehörigen der Armee die Pflicht, für die diebstahlsichere Aufbewahrung der persönlichen Ausrüstung zu sorgen. Ein Verlust seiner persönlichen Waffe ausserhalb des Dienstes muss umgehend gemeldet werden.

14.05.2008: Polizei-Dienstwaffe auf der Damentoilette im Gericht liegen lassen
Der sensible Umgang mit der Dienstwaffe - laut Polizeipräsident Hubert Wimber ist er ständig Gegenstand des Trainings für Vollzugsbeamtinnen und -beamte. Was heute Vormittag im Kopf einer Beamtin vorging, die auf der Toilette im Landgericht ihre Waffe liegen ließ, kann man nur vermuten.

Zur Zeit finden paralell zwei Gerichtsverhandlungen vor dem Landgericht Münster gegen Mitglieder des Motorradclubs "Bandidos" statt. Der Schutz während der Verhandlungen wird auf Antrag der Vorsitzenden Richter durch das Polizeipräsidium Münster gewährleistet. Heute Morgen gegen 10 Uhr suchte eine für solche Schutzmaßnahmen eingesetzte 38-jährige Polizeivollzugsbeamtin die Damentoilette im Landgericht auf und vergaß beim Verlassen ihre abgelegte Dienstwaffe.

Etwa 15 Minuten später fand eine Besucherin in dieser Toilettenkabine die Waffe der Polizeikommissarin. Die Finderin machte die im Vorraum anwesenden Polizeibeamten auf den Fund aufmerksam. So konnte die Pistole an die Beamtin zurückgegeben werden.

"Ich bedanke mich für das umsichtige Verhalten der Finderin," sagt Polizeipräsident Hubert Wimber in der Mitteilung der Polizeipressestelle. "Darüber hinaus habe ich eine sofortige Untersuchung angeordnet, die klären soll, wie es zum Liegenlassen der Dienstwaffe auf der Toilette kommen konnte. Der sensible Umgang mit Dienstwaffen muss allen Vollzugsbeamtinnen und -beamten bewusst sein".